Planet Trek fm #022: Star Trek: Discovery 2.01: Drei Männer feiern, lachen und fürchten sich

Heute geht es bei Planet Trek fm um die Episode Brother aus der zweiten Staffel von Star Trek: Discovery.

Mit dem Autor und Übersetzer Christian Humberg sowie Forenlegende Moritz „Darmok auf dem Ozean“ Wolfart analysiert Gastgeber Björn Sülter die Episode und setzt das Ganze auch in einen Kontext zur bisherigen Serie. Dass dabei neben vielen Fakten auch der Humor nicht zu kurz kommt, gehört bei Planet Trek fm zum guten Ton. Am Ende des Ganzen gibt es sogar noch einen Auftritt der Podcastsingers, die ihren Beitrag zur schwelenden Sarek/Spock-Thematik vom Stapel lassen. Anschnallen!

Achtung: Das Gewinnspiel aus Ausgabe #019 wird im Cast zur vierten Staffel von Star Trek: Enterprise aufgelöst!

Erneut ist der Schriftsteller und Übersetzer Christian Humberg mit von der Partie. Gemeinsam mit Bernd Perplies schuf er die Romantrilogie Star Trek – Prometheus – und war somit der erste Autor, der mit Hollywoods Segen Star Trek für den nicht-amerikanischen Markt schreiben durfte. Die US-Ausgabe der Romane erscheint in diesem November. Außerdem verfasste er viele preisgekrönte nerdige Lach- und Sachbücher, darunter das Erfolgsbuch Geek Pray Love – Ein praktischer Leitfaden für das Fandom, das Universum und den ganzen Rest, übersetzte weit über 30 Romane, Spiele und Comics zu Gene Roddenberrys Universum, betreute jahrelang den Star Trek – Communicator und schrieb schon für StarTrek.com, die Geek!, die SpaceView sowie für das offizielle Star Trek-Magazin. Aktuell findet man seine Szenekolumnen alle 14 Tage auf toronline.de und seine zahlreichen phantastischen Kinderbücher wie die Reihen Drachengasse 13 und Sagenhaft Eifel! überall im Buchhandel. Lesungstermine und mehr Informationen gibt es auf seiner Homepage.

Moritz Wolfart zählt schon zum Inventar und ist zu einer Art Co-Pilot geworden. Seine erste große Liebe lernte er mit acht Jahren kennen und sie hieß Enterprise, obwohl er sie nicht einmal sehen konnte! Aufgrund seiner Blindheit hat er einen vollkommen anderen Zugang zu Star Trek gefunden, als Sehende. Spricht man jedoch mit ihm über das Franchise, stellt man schnell fest: Sein Erleben ist nicht minder umfänglich, als das seiner sehenden Kollegen. Übrigens entstand seine Trek-Leidenschaft sehr zum Missfallen seiner Mutter. Aber nach einer verhältnismäßig kleinen Familienkrise setzte sich sein Vater mit dem Argument durch, dass diese dialoglastige TV-Unterhaltung für ihn interessanter sei, als das übliche Kinderprogramm. Und dafür ist Moritz Wolfart ihm heute noch zutiefst dankbar! Inzwischen kennt er natürlich alle Episoden und Filme und wurde über die letzten zwanzig Jahre zu einem der aktivsten Community-Mitglieder in Sachen Star Trek. Dieser Mann kennt sein Star Trek. Unter seinem markanten Namen Darmok auf dem Ozean ist er sicher auch vielen Fans ein Begriff.

Veröffentlichung: 22. Januar 2019
Teilnehmer: Björn Sülter, Christian Humberg & Moritz Wolfart
Lauflänge: 60 Minuten

9 Gedanken zu „Planet Trek fm #022: Star Trek: Discovery 2.01: Drei Männer feiern, lachen und fürchten sich

  1. Hey,

    freut mich, dass Avery Brooks von euch positiv bewertet wird. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum er einen so schlechten Ruf hat. Ich gucke mir heute noch jede DS9-Folge mit ihm sehr gern an. Er wirkt einfach so ehrlich. Ich möchte es mal vergleichen. Picard (und ich mag Picard mindestens genauso gern) ist wie ein Orchester – alles läuft im Einklang. Sisko ist wie eine Blues-Band – alles kann heute anders klingen als morgen, also von hitzig bis klug. Oder vergleicht es mit Arbeit. Eine orchestrale Verwaltung ist sehr genau, dafür langsam. Eine Blues-Verwaltung ist 80 % schnell und 20 % weniger genau.

    Zur Folge. Sie hat mir super gefallen. Alles um Pike war spannend, lustig und frisch. Die Story um Spok langweilt mich aber eher und wenn ich Michael sehe, denke ich leider immer, „was hat sie denn nun schon wieder für Extreme?“. Ich finde sie wirklich nervig und hoffe, dass die Schreiber von Ihr als Hauptperson mit dem Verlauf der Staffel abstand nehmen. Sie ist immer mies gelaunt, hat immer den gleichen Gesichtsausdruck (so ein wenig weinerlich) und ja, ihr habt recht, sie hat immer eine Antwort auf alles. Wer will denn sowas sehen? Wenn man die Geschichte um sie und Spok und die Religion raus lässt, ist es wohl die beste Discovery-Folge.

    Schöne Aufarbeitung von euch.

    Gruß

    Streki

    1. Hey,
      erstmal vielen Dank für den tollen Podcast! Ich muss gestehen, ich bin froh, dass du ihn nicht mehr bei R&D online stellst, da mir dort die Disksussionkultur immer mehr negativ aufstößt.
      Eine Idee bezüglich der „Spockwerdung“ hätte ich da:
      Burnham und Spock beginnen sich zu respektieren (Er schätz ihre logische Denkweise, sie seinen Wissensdurst und damit die bereitschaft Abenteuer einzugehen. Dies sind nur skizzenhafte Beispiele.) In dem Moment wo eine tiefere Beziehung entsteht, opfert sich Burnahm um Spock/der Discovery/ einem Volk/der Galaxie das Leben zu retten und den Plan des roten Engel zu durchkreuzen. Diese Tat Verändert Spock und er nimmt im Gedenken an sie einige ihrer Ansichten über das Leben und das Zwischenmenschliche in sich auf, wird so zu dem Spock den wir kennen. Gleichzeitig verdrängt er die Gedanken an sie und die Trauer, um nicht von den Emotionen überrant zu werden. Daher erwähnt er sie nie wieder.
      Außerdem wird so der Weg frei für Captain Saru. Dieser wird im Lauf der Staffel zum Zögling von Captain Pike und am Ende wird der Staffel von jenem das Kommando an Saru weitergegeben. Von dieser Beziehung profitiert Saru, da er a) von Pike lernen kann, b) Pike ihm stück für stück mehr Verantwortung überträgt und c) so seine Ängste und Zweifel überwinden kann. Pike profitiert davon, dass er in Kirkscher Manier auf jede Außenmission gehen kann, weil er sich auf Saru als Stellvertreter auf der Brücke verlassen kann. Damit kann Pike auch sein „ich war beim Krieg nicht dabei“ Problem lösen, da er jetzt seine Chance bekommt.

      LG

      poisoned_one

      1. Danke für deine netten Worte 🙂
        Ich finde deine Idee sehr gut, aber befürchte weiterhin, dass alles auf Captain Burnham hinausläuft – so schön Captain Saru auch wäre. 😉
        LG
        Björn

  2. Guter Podcast!

    Ich stimme Björn zunächst mal zu. Der Fahrstuhlwitz war für meinen Geschmack schon bereits vollends ausgereizt und dann kam die „Rotz-ins-Gesicht“ Szene,.. Fremdschämen pur,..
    Vielleicht habe ich zu sehr einen Stock im A*, aber als Sternenflottenoffizier jemanden ins Gesicht zu rotzen und sich dann dafür nicht mal zu entschuldigen, passt so gar nicht zu dem, was ich bzgl. Anstand und Wertvorstellung in Star Trek bzw. von der Sternenflotte erwarte. Das schreit förmlich nach „Hey, wir können auch so witzig sein wie Orville“.

    Die Befürchtung bzgl. Saru und des „Dead-Ends“ seines Charakters, entsteht auch bei mir mehr und mehr. Was echt schade ist. Der Charakter hätte eigentlich viel Potential.

    Burnham als Übermensch, die alles kann und besser weiß, ist für mich mittlerweile auch echt anstrengend geworden. Ich kann es zwar zu einem gewissen Grad noch nachvollziehen, da sie ja auf Vulkan aufgewachsen geworden ist und dort gehört eine sehr anspruchsvolle und intensive Ausbildung ja dazu. Aber selbst Vollblutvulkanier wie Spock, Savek, etc. hatten schwächen. Auch genetisch-verbesserte Menschen wie Kahn (siehe Z-Achse).

    Ihre Attetüde bzgl. ranghöheren Offizieren (Pike) ist furchtbar. Picard, Sisko und Janeway hätten das verzogene Gör dafür vermutlich 1 Woche lang Plasmaleitungen schrubben lassen. 😉

    So wie Burnham derzeit generell geschrieben ist, dürfte sie auch die einzige sein, die den Kobayashi Maru Test ohne Cheeting problemlos löst. 😉
    Dafür das sie der Hauptcharakter ist und der Zuschauer zu ihr ja wohl eigentlich eine emotionale Verbindung aufbauen soll, ist sie erstaunlich unerträglich.
    Insgesamt überzeugen mich jedoch auch die schauspielerischen Leistungen von Sonequa Martin-Green nicht wirklich. Ich sehe bspw. keinen großen Unterschied zu ihrer Rolle in Walking Dead.

    Pike und die gestrandete Ingenieurin fand ich von Anfang an sehr sympathisch.
    Auch wenn ich mich auf weitere Geschichten mit Pike freue, bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob Discovery für mich der richtige Ort ist, Pike näher zu beleuchten. Er gehört für mich einfach mehr auf die Enterprise seiner Zeit.

    Für mich wirkt es auch eher als einen weiteren Versuch sich mit bereits etablierten Namen aus dem Star Trek Universum bei uns Altfans anzubiedern und sie bei der Stange zu halten. Das kann aus meiner Sicht jedoch nur mit guten Storys gelingen, die auch in das bisherige Star Trek ihren Platz finden, die Anbiederung ist allenfalls ein Sahnehäuptchen.

    Was mir auch momentan nicht wirklich gut gefällt ist dieser Tec-Overkill. Z.B. wo Spock, bzw. Burnham mit dem Tablet ein Hologramm-Wesen in die Luft wirft.
    Ich verstehe zwar, dass man die den technischen Fortschritt nicht mehr so wie in TOS darstellen kann und es ist auch sinnvoll den Fortschritt an unserer bereits sehr technisch veränderten Welt anzupassen. Aber Tablets mit Hologrammdarstellung passen für mich z.B. so überhaupt nicht zu allem, was wir bisher von Star Trek kennen und lässt dann die Serie zusätzlich wie einen Fremdkörper erscheinen.

    Viele Grüße

  3. Zu Sybok…
    Ich dachte immer Star Trek V sei nicht kanonisch. Das heisst doch dann auch: Sybok hat es nie gegeben.
    Warum wundert ihr Euch nun aber üder das Fehlen von Sybok? Ist der Film doch kanonisch?

    1. Die animierte Serie ist kein Kanon, da Gene Roddenberry das damals so gesagt hat. Das stimmt!
      Die neue Podcast-Episode ist jetzt online. Die Woche ist doch noch nicht drum 😉

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