Planet Trek fm #023: Star Trek: Discovery 2.02: Enthüllungen, Prequelfragen und eine Liebeserklärung

Heute geht es bei Planet Trek fm um die Episode New Eden aus der zweiten Staffel von Star Trek: Discovery.

Mit dem Autorin und Übersetzerin Claudia Kern sowie Forenlegende Moritz „Darmok auf dem Ozean“ Wolfart analysiert Gastgeber Björn Sülter die Episode und setzt das Ganze auch in einen Kontext zur bisherigen Serie. Dass dabei neben vielen Fakten auch der Humor nicht zu kurz kommt, gehört bei Planet Trek fm zum guten Ton.

Achtung: Das Gewinnspiel aus Ausgabe #019 wird im Cast zur vierten Staffel von Star Trek: Enterprise aufgelöst!

Wir beginnen ganz wie Gentlemen mit der Autorin und Übersetzerin Claudia Kern, die man von ihrer Trilogie „Der verwaiste Thron“, den vier Bücher der Reihe „Homo Sapiens 404“, diversen Sachbüchern und als  langjährige Chefredakteurin und Kolumnistin der SpaceView und heute der Geek! kennt. Ihr neuer Roman „The Divided States of America“  ist ein echter Tipp und erschien 2018. Claudia ist zum zweiten Mal dabei, was uns sehr freut!

Moritz Wolfart zählt schon zum Inventar und ist zu einer Art Co-Pilot geworden. Seine erste große Liebe lernte er mit acht Jahren kennen und sie hieß Enterprise, obwohl er sie nicht einmal sehen konnte! Aufgrund seiner Blindheit hat er einen vollkommen anderen Zugang zu Star Trek gefunden, als Sehende. Spricht man jedoch mit ihm über das Franchise, stellt man schnell fest: Sein Erleben ist nicht minder umfänglich, als das seiner sehenden Kollegen. Übrigens entstand seine Trek-Leidenschaft sehr zum Missfallen seiner Mutter. Aber nach einer verhältnismäßig kleinen Familienkrise setzte sich sein Vater mit dem Argument durch, dass diese dialoglastige TV-Unterhaltung für ihn interessanter sei, als das übliche Kinderprogramm. Und dafür ist Moritz Wolfart ihm heute noch zutiefst dankbar! Inzwischen kennt er natürlich alle Episoden und Filme und wurde über die letzten zwanzig Jahre zu einem der aktivsten Community-Mitglieder in Sachen Star Trek. Dieser Mann kennt sein Star Trek. Unter seinem markanten Namen Darmok auf dem Ozean ist er sicher auch vielen Fans ein Begriff.

Veröffentlichung: 2. Februar 2019
Teilnehmer: Björn Sülter, Claudia Kern & Moritz Wolfart
Lauflänge: 75 Minuten

2 Gedanken zu „Planet Trek fm #023: Star Trek: Discovery 2.02: Enthüllungen, Prequelfragen und eine Liebeserklärung

  1. Danke für die schöne Besprechung! Wie so oft trifft Björn meine Ansicht zu „New Eden“ auf den Punkt. Sehr schön auch was Claudia dazu beigesteuert hat! Und Moritz schließt mit seiner Theorie zu den roten Engeln wunderschön eine Lücke in meiner Theorie. Sieben Signale, die erst gemeinsam erscheinen, dann einzeln, wenn sie angesteuert werden sind sie weg und an ihre Stelle tritt eine Aufgabe für Pike und die Crew. Das hört sich schon sehr nach einem Test für die Menschen an. Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns auf „The Cage“ zubewegen und das ganze schon ein Vortest der Tolasianer ist, die vielleicht nur wegen der Sporen-Sprünge auf die Menschheit aufmerksam geworden sind.
    Was Burnham angeht fällt mir immer mehr nur noch der 6. Artikel des Rheinischen Grundgesetzes ein. „Kenne mer nit, broche mer nit, fott domet“. Selbst nach einem Rewatch der ersten Staffel fällt es mir schwer mich an wirkliche Handlungen mit Burnham konkret zu erinnern. Ich habe das Gefühl sie ist zeitgeistgerecht nur schmollend mit einem Instagram-Duckface durch die Gegend gerannt. Für mich ist sie als Charakter soooo langweilig, dass ich immer nur darauf warte wie die Geschichte mit Stamits, Tilly & Co weitergeht, weil die Interaktionen dieser Figuren viel spannender sind. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt, vielleicht werden wir Burnham doch noch los. (Irgendwann muss sie doch mal Unrecht haben und (schaaade) vor eine Wand fliegen.) Mal ernsthaft, ich finde der Figur Michael Burnham fehlt das Gegengewicht eines anderen starken Charakters. Kirk ist oft auch einfach mit dem Kopf durch die Wand, Spock war aber sein Konterpart. Riker ist oft über das Ziel hinausgeschossen, ist übrigens seinem Captain auch oft ins Wort gefallen, besonders in der ersten Staffel. Picard war als Gegencharakter aber so stark, dass es seine Autorität nicht untergraben hat. In Discovery machen sie den Fehler Burnham niemanden an die Seite zu stellen. Dadurch kann die Figur auch nicht wachsen.

  2. Zu der Frage Kirche, 200 Jahre und Rex Andor-Vermehrung zu 11.000 Kolonisten: Man könnte es sich so plausibel erklären, dass nicht nur die eine Kirche sondern verschiedene Kirchen/Tempel/Gotteshäuser vom roten Engel entführt wurden. Dies würde auch erklären warum es mehrere Siedlungen/Dörfer über den Planeten verteilt gibt. Da alle Entführten das gleiche Schicksal teilten, wurde ihnen bewusst, a) es gibt was göttliches und b) Vertreter/Gläubige aller (großen) Religionen wurden errettet, also ist keine schlechter/falsch. Daher wirft man alles zusammen. Die Sache mit der technischen Stagnation könnte man vielleicht so erklären: Durch die WK -Erfahrungen hat man beschlossen back to the roots zu gehen/bleiben und der Wissenschaft/Technik abzuschwören, um nicht wieder zu einem Punkt wie dem Weltkrieg zu kommen. Zusätzlich könnte die Erklärung herhalten: Würden wir Technik brauchen, hätte sie uns doch der rote Engel gegeben bzw. zumindest den Weg gewiesen, wie wir wieder uns entwickeln sollen. Und man könnte hier das Thema Wissenschaft vs Religion im Subtext sehen. Überall dort wo die Religion dominiert wird die Wissenschaft und der Fortschritt unterdrückt – daher besteht auch kein Interesse rauszufinden ob die Erde noch existiert. Denn die Existenz der Erde müsste ja auch eine Neubewertung der roten Engel Erfahrung und dem eigenen Selbstverständnis nach sich ziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.