Planet Trek fm#030: Star Trek: Discovery 2.09: Käsebrot, die Sache mit dem Helm & Sültradamus

Heute geht es bei Planet Trek fm um die Episode Project Daedalus (Projekt Daedalus) aus der zweiten Staffel von Star Trek: Discovery.

Mit Autor und Übersetzer Christian Humberg sowie der Autorin und Übersetzerin Claudia Kern und Forenlegende Moritz „Darmok auf dem Ozean“ Wolfart analysiert Gastgeber Björn Sülter die Episode und setzt das Ganze auch in einen Kontext zur bisherigen Serie. Dass dabei neben vielen Fakten auch der Humor nicht zu kurz kommt, gehört bei Planet Trek fm zum guten Ton.

Wir beginnen ganz wie Gentlemen mit der Autorin und Übersetzerin Claudia Kern, die man von ihrer Trilogie „Der verwaiste Thron“, den vier Bücher der Reihe „Homo Sapiens 404“, diversen Sachbüchern und als  langjährige Chefredakteurin und Kolumnistin der SpaceView und heute der Geek! kennt. Ihr neuer Roman „The Divided States of America“  ist ein echter Tipp und erschien 2018. Claudia ist zum dritten Mal dabei, was uns sehr freut!

Erneut ist der Schriftsteller und Übersetzer Christian Humberg mit von der Partie. Gemeinsam mit Bernd Perplies schuf er die Romantrilogie Star Trek – Prometheus – und war somit der erste Autor, der mit Hollywoods Segen Star Trek für den nicht-amerikanischen Markt schreiben durfte. Die US-Ausgabe der Romane erscheint in diesem November. Außerdem verfasste er viele preisgekrönte nerdige Lach- und Sachbücher, darunter das Erfolgsbuch Geek Pray Love – Ein praktischer Leitfaden für das Fandom, das Universum und den ganzen Rest, übersetzte weit über 30 Romane, Spiele und Comics zu Gene Roddenberrys Universum, betreute jahrelang den Star Trek – Communicator und schrieb schon für StarTrek.com, die Geek!, die SpaceView sowie für das offizielle Star Trek-Magazin. Aktuell findet man seine Szenekolumnen alle 14 Tage auf toronline.de und seine zahlreichen phantastischen Kinderbücher wie die Reihen Drachengasse 13 und Sagenhaft Eifel! überall im Buchhandel. Lesungstermine und mehr Informationen gibt es auf seiner Homepage.

Moritz Wolfart zählt schon zum Inventar und ist zu einer Art Co-Pilot geworden. Seine erste große Liebe lernte er mit acht Jahren kennen und sie hieß Enterprise, obwohl er sie nicht einmal sehen konnte! Aufgrund seiner Blindheit hat er einen vollkommen anderen Zugang zu Star Trek gefunden, als Sehende. Spricht man jedoch mit ihm über das Franchise, stellt man schnell fest: Sein Erleben ist nicht minder umfänglich, als das seiner sehenden Kollegen. Übrigens entstand seine Trek-Leidenschaft sehr zum Missfallen seiner Mutter. Aber nach einer verhältnismäßig kleinen Familienkrise setzte sich sein Vater mit dem Argument durch, dass diese dialoglastige TV-Unterhaltung für ihn interessanter sei, als das übliche Kinderprogramm. Und dafür ist Moritz Wolfart ihm heute noch zutiefst dankbar! Inzwischen kennt er natürlich alle Episoden und Filme und wurde über die letzten zwanzig Jahre zu einem der aktivsten Community-Mitglieder in Sachen Star Trek. Dieser Mann kennt sein Star Trek. Unter seinem markanten Namen Darmok auf dem Ozean ist er sicher auch vielen Fans ein Begriff.

Veröffentlichung: 24. März 2019
Teilnehmer: Björn Sülter, Christian Humberg, Claudia Kern & Moritz Wolfart
Lauflänge: 105 Minuten

7 Gedanken zu „Planet Trek fm#030: Star Trek: Discovery 2.09: Käsebrot, die Sache mit dem Helm & Sültradamus

  1. Ich bin zu tiefst beeindruckt! Wie um alles in der Welt konntest du tatsächlich nicht mit auf den Zug aufspringen, dass man uns glauben machen wollte, Michael Burnham sein der Engel? Dir hat doch jemand insgeheim Informationen zugesteckt, dass es die Mutti ist! 😀 Und dann kommst auch nur du auf die Verbindung von „Projekt Daedalus“ mit dem Roten Engel… unglaublich! 😀

    Da du meine Anmerkung nochmal kurz im Podcast aufgegriffen hast, ob man eine so ausfühliche Charakterentwicklung in einer Serie dieser Art erwarten kann, will ich da nochmal etwas hinzufügen: Ein Paradebeispiel für diese Beobachtung ist für mich „Game of Thrones“. In den ersten Staffeln haben die Verantwortlichen der Serie einen Wahnsinnsjob gemacht und eine der besten Buchverfilmungen überhaupt hingelegt. Sobald die Serie aber die Buchvorlage überholte bzw. sich davon weg entwickelte, verflachte die Story, verlor extrem an Tiefe und damit das, was so beeindruckend an ihr war. Statt dessen wurde eine Handlung im Schweinsgalopp zurechtgesponnen, die keiner tieferem Analyse mehr sinnvoll standhalten kann und voraussetzt, dass man sich einfach oberflächlich von dem bildlich beindruckenden Material berieseln lässt. Wenn man überlegt, wie lange George Martin an seinen Büchern arbeitet, wundert es jedoch auch nicht, dass die Autoren der Serie es nicht schaffen, in weniger als nem Jahr genau so gute Ergebnisse zu erzielen. Vielleicht ist man etwas verwöhnt davon, dass es Serien gibt, denen das Werk eines einzelnen Masterminds zu Grunde liegt? Vielleicht haben moderne Serien, die keine Buchvorlage oder einen einzelnen Hauptautoren haben, der sich die Story und Figuren über Jahre ausdenken konnte, dafür aber in überschaubarer Zeit einen einschlagenden kommerziellen Erfolg einfahren müssen, einfach nicht die Möglichkeit dazu, dies zu vollbringen? Wenn es dann noch zu mehreren Wechseln bei den Hauptverantwortlichen Autoren kommt, erschwerte es die Sache natürlich obendrein, einen roten Pfaden sinnvoll zu verfolgen. Auch bietet das neue Format der Netflix Serien nicht die Ruhe, dass sich Figuren so langsam entwickeln können wie beispielsweise noch bei DS9. Das ist zwar exrem schade, aber vielleicht ist es auch irgendwie verständlich oder logisch? Ich habe zumindest keine große Hoffnung, dass sich das bei Discovery noch auffallend ändern wird und freue mich auch so über packende und unterhaltsame Folgen an sich.
    Ich hoffe, dass es bei der Picard Serie anders werden könnte, dass man dort nicht zu viele verschiedene Sachen gleichzeitig macht und eine solide Hauptstory mit passenden Nebenentwicklungen erzählt. Mal sehen, ob es dort in dieser Hinsicht runder laufen wird?

  2. ….“ich sag der rote Engel ist Burnhams Mutti“ ….“und dann sagt Burnham MAMA“ :‘-D Ich lach mich tot….und genauso ist es tatsächlich. Du bist der Knaller!

  3. Hi, hab mir den letzten Podcast angehört und schon zum 2. Mal muss ich feststellen, dass ihr euch nicht über die ganz krassen Fails aufregt. Das erste Mal war in der Folge als Saru mit seinen achso scharfen Augen auf nem Monitor mehr sehen kann als andere 🤦‍♂️ Bildausschnitt vergrößern gibt es anscheinend in der Zukunft nicht mehr. Das 2. Mal war in der aktuellen Folge Projekt Deadalus. Warum merkt keiner von euch an, dass dieser Tod von Ariam total verhinderbar gewesen wäre? Den Transporter hat mal kurz die komplette Besatzung vergessen. Was ist das denn? Das hat mir die gesamte an sich gute Folge kaputt gemacht. Ich weiß man kann nicht jede Sekunde besprechen, aber das war für mich so ein krasser Fail der Folge… *kopfschüttel*
    Grüße Markus

    1. Jeder hat halt eine andere Wahrnehmung und jeden stört etwas anderes. Was dem einen ein krasser Fail, ist dem anderen vielleicht egal. Wir picken uns halt raus, was und beschäftigt. Das hat nie einen Anspruch auf Vollständigkeit.

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