Planet Trek fm#040: Star Trek: Picard 1.04: Socken, Demenz, Erotik & das fehlende Puzzleteil

Heute geht es bei Planet Trek fm um Absolute Candor, die vierte Episode der neuen Serie Star Trek: Picard.

In Nummer #40 passiert vermutlich mehr als in der zugehörigen Episode! Björn Sülter spricht mit dem Autor Christian Humberg sowie Co-Pilot Moritz „Darmok auf dem Ozean“ Wolfart über neue Theorien, Sockenrutschen, Erotik und den Affenarsch. Wer das ist? Reinhören. Dass dabei neben vielen Fakten auch der Humor nicht zu kurz kommt, gehört bei Planet Trek fm zum guten Ton.

Erneut ist der Schriftsteller und Übersetzer Christian Humberg mit von der Partie. Gemeinsam mit Bernd Perplies schuf er die Romantrilogie Star Trek – Prometheus – und war somit der erste Autor, der mit Hollywoods Segen Star Trek für den nicht-amerikanischen Markt schreiben durfte. Die US-Ausgabe der Romane erscheint in diesem November. Außerdem verfasste er viele preisgekrönte nerdige Lach- und Sachbücher, darunter das Erfolgsbuch Geek Pray Love – Ein praktischer Leitfaden für das Fandom, das Universum und den ganzen Rest, übersetzte weit über 30 Romane, Spiele und Comics zu Gene Roddenberrys Universum, betreute jahrelang den Star Trek – Communicator und schrieb schon für StarTrek.com, die Geek!, die SpaceView sowie für das offizielle Star Trek-Magazin. Aktuell findet man seine Szenekolumnen alle 14 Tage auf toronline.de und seine zahlreichen phantastischen Kinderbücher wie die Reihen Drachengasse 13 und Sagenhaft Eifel! überall im Buchhandel. Lesungstermine und mehr Informationen gibt es auf seiner Homepage.

Moritz Wolfart zählt schon zum Inventar und ist zu einer Art Co-Pilot geworden. Seine erste große Liebe lernte er mit acht Jahren kennen und sie hieß Enterprise, obwohl er sie nicht einmal sehen konnte! Aufgrund seiner Blindheit hat er einen vollkommen anderen Zugang zu Star Trek gefunden, als Sehende. Spricht man jedoch mit ihm über das Franchise, stellt man schnell fest: Sein Erleben ist nicht minder umfänglich, als das seiner sehenden Kollegen. Übrigens entstand seine Trek-Leidenschaft sehr zum Missfallen seiner Mutter. Aber nach einer verhältnismäßig kleinen Familienkrise setzte sich sein Vater mit dem Argument durch, dass diese dialoglastige TV-Unterhaltung für ihn interessanter sei, als das übliche Kinderprogramm. Und dafür ist Moritz Wolfart ihm heute noch zutiefst dankbar! Inzwischen kennt er natürlich alle Episoden und Filme und wurde über die letzten zwanzig Jahre zu einem der aktivsten Community-Mitglieder in Sachen Star Trek. Dieser Mann kennt sein Star Trek. Unter seinem markanten Spitznamen Darmok auf dem Ozean ist er sicher auch vielen Fans ein Begriff.

Veröffentlichung: 19.Februar 2020
Teilnehmer: Björn Sülter, Christian Humberg & Moritz Wolfart
Lauflänge: 84 Minuten

22 Gedanken zu „Planet Trek fm#040: Star Trek: Picard 1.04: Socken, Demenz, Erotik & das fehlende Puzzleteil

    1. Ich gehe auch davon aus, dass sich Locutus und Seven daher kennen. Aber auch nach der Voyager-Rückkehr wird ein Admiral Picard die gesamte Crew der Voyager irgendwie und irgendwann kennengelernt haben. Das dürfte sich kaum vermeiden lassen.

  1. Vermutlich sollen die Augenklappe u.a. Verkleidungen sein.

    Es ist für die Macher schon nicht einfach: Bei Discovery wurde beinahe alles kritisiert, besonders die hektische Erzählung. Bei Picard geht man es gemütlicher an, achtet auf Charakterentwicklung, auf den Kanon, so gut das geht, versucht eine plausible spätere Zukunft nach TNG zu zeigen, hält den Spiegel mit der heutigen Entwicklung der Gesellschaft – grossflächig eben die der USA – vor.

    Aber all das, was bei Discovery auf der einen Seite kritisiert wurde, wird nun grossflächig wieder kritisiert.

    Meine Kritik geht eher in Richtung dieser „Staffel-Erzählungen“. Ist das wirklich immer nötig? Ich meine, bei den alten Serien kann ich mir immer mal wieder eine Folge rauspicken, die ich mir mal wieder ansehen möchte. In den neueren Serien muss ich mir gleich ne Woche Urlaub nehmen, um entweder eine Staffel oder gleich die ganze Serie am Stück ansehen zu können.

  2. Das würde mich aber doch schon ein wenig wundern. Das betreffende Borgschiff wurde ja erstens zerstört und zweitens kann ich mir das nicht als sonderlich intensive Verbindung vorstellen.
    Klar können die Autoren da wenn sie wollen irgendwas reinwurschteln. Aber ob das dann wirklich so passend oder gar sinnhaft wäre…… Ich weis ja nich.

  3. Danke für den Podcast,
    also ich muss Björn da voll zustimmen. Ich verstehe nicht, warum alle meckern, dass es mehr Tempo, Action etc. braucht. Also ich finde ehrlich gesagt, von mir aus könnte die Serie in der ersten Staffel komplett sich mit World Building und Charackteren beschäftigen…ich finde es toll, es macht Spaß und es sit eifnahc wieder schön in der Zukunft von Star Trek zu sehen. So wie es auch Moritz bezüglich „die Episode hätte 15 Minuten länger dauern können“. Sehe ich alles genauso. Den Dialog mit dem Senator hätte ich auch sehr gerne gehört! Und deshalb nervt mich diese Kritik auch sehr. Bin echt froh, dass ihr das ähnlich shet und auch mal ansprecht.

    UND JA DIESES BUCH IST ABSOLUT GUT UND MACHT VIELES NOCH VERSTÄNDLICHER. Ich denke fast, dass man ein wenig darauf spekuliert, dass das Buch gelesen wird. Wäre übrigens ne feine Sache, wenn ihr das im Podcast mal ein wenig besprechen könntet. Ich muss auf jeden Fall sagen, dass dieser Zusammenbruch von Picard, der 14 Jahre dauert, verständlich wird. So wie er sich mental und körperlich in diese Mission reinarbeitet.

    Und die Idee mit der Krankheit finde ich absolut Klasse von Christian!

    Beste Grüße Poison

  4. Ich als altgedienter Modellbauer und „in-Filmen-und-Serien-auf-die-„in-Universe“-Technik-achtender“ Zuschauer komme mal auf die Frage nach dem Romulanerkreuzer zurück: Der alte Bird of Prey war schon ein wenig modernisiert, aber durchaus als „Vintage“ erkennbar, kann man durchgehen lassen, wenn man davon ausgeht, dass er nicht aus der TOS-Ära stammt. Mit stellten sich allerdings während des Kampfes sofort zwei Fragen: Wenn ich mich piratenmäßig anschleichen möchte und einen Bird of Prey der Romulaner zur Verfügung habe, warum nutze ich dann die Tarnvorrichtung nicht? Außerdem: Warum setzte der neue Inhaber des Schiffes nur die (alten?) Disruptoren, nicht aber die weitaus gefährlichere Plasmawaffe ein, die selbst einem Schiff der Constitution-Klasse gefährlich wird? Da sollte sie mit dem Schiffchen, auf dem Picard gerade unterwegs ist, leichtes Spiel haben.

  5. Zu der Thematik „Romulaner haben die Borg gebaut, weil als erstes romulanische Außenposten zerstört wurden“: Schaut man sich ein Sternenkarte des Star Trek Universums an sieht man, dass das romulanische Imperium vom Delta-Quadranten, der Heimat der Borg, zwischen dem von den Borg kontrollierten Raum und der Föderation liegt. Von daher liegt es allein geographisch nahe, dass zuerst die Romulaner angegriffen wurden.

  6. Was die Rückblickszene am Anfang der Folge auf Vashti angeht bin ich ähnlicher Meinung wie ihr. Für mich sieht Picard dort zu alt aus und auch unangemessen gekleidet (Selbst wenn er dort für ein paar Tage Urlaub gemacht hat, was denkbar wäre wenn man bedenkt wie viel Zeit er offenbar mit Elnor verbracht hat, hätte man das zumindest kurz erklären müssen, dass er als Privatperson da ist).

    Auch sein Verhalten in der Romulanischen Bar (auf diesem Planeten leben auch Menschen, die sich bereit erklärt haben die Romulaner aufzunehmen, d.h. das Schild auf Englisch, wird glaube ich auch kurz in der Folge erwähnt) ist für mich eindeutig ein „What the fu** Moment“ und absolut irrational. Sollte das die Krankheit sein, für mich die einzig sinnvolle Erklärung, dann muss man das irgendwie verdeutlichen. Ansonsten ist die Motivation natürlich klar, er will die Fremdenfeindlichkeit so nicht akzeptieren, aber seine Verwunderung über die Reaktion der Romulaner ist, falls es sich nicht um die Auswirkungen seiner Krankheit handelt, eigentlich nur auf Naivität zurückzuführen und das bringe ich mit dem Jean-Luc Picard den ich kenne nicht überein.

    Was allerdings den bereits zu diesem Zeitpunkt bereits veränderten Picard angeht: Wenn man das Buch zur Serie gelesen hat und bedenkt, dass hier nicht nur bereits 6 Jahre seit dem Ende von STAR TREK Nemesis vergangen sind sondern Picard an diesem Zeitpunkt am Ende einer seit 4 Jahren andauernden Rettungsmission steht, während derer er dauerhaft unendlichem, unvorstellbarem Leid und (abgesehen von Vashti scheinbar) ständigen Beschimpfungen und Misstrauen sowohl von den Romulanern, denen er hier ja helfen wollte, als auch aus Teilen der Sternenflotte, deren Ideale und Ziele er hier vertrat und verkörpert hat ausgesetzt war, dann muss man sich durchaus fragen, ob das wirklich noch der gleiche Mann sein kann, den wir in Nemesis gesehen haben.

    Ich bin der Ansicht nein. Kein Mensch, auch nicht ein Advanced Human, kann sowas unbeschadet überstehen. Keiner von uns kann nachvollziehen was das aus einem Menschen macht und schon gar nicht, was das aus einem Menschen macht, wenn die ganze Aktion, für die man 4 Jahre gegen jeden Widerstand gearbeitet hat, am Ende von der eigenen Organisation abgeblasen und von Teilen sogar von vorneherein als fehlgeleitet (Stichwort: „Romulanische Leben“) erklärt wird. Dass sich ein Mensch danach auf sein Weingut zurückzieht und von der Welt da draußen nichts mehr wissen will ist für mich sehr gut nachvollziehbar. Für jeden der schon einmal eine richtige Depression gehabt hat, ist ebenfalls nachvollziehbar, dass alles andere (das Schicksal der Romulaner, Elnor, Raffi etc. etc.) vollständig aus dem Fokus geraten kann und geradezu bedeutungslos wird. Das ist umso bedrückender, wenn man dann am Ende so einer Phase wieder „aufwacht“ und sich mit den Konsequenzen dieses Handelns auseinandersetzen muss. Genau das sehen ich in dieser Serie bisher. Vielleicht hat ihm da tatsächlich eine Deanna Troi (oder eine Familie) gefehlt, die ihm nach seiner Zeit bei den Borg zur Seite gestanden ist, auch wenn sich Zhaban und Laris wohl allergrößte Mühe gegeben haben. Ist es Traurig, dass wir Picard am Ende seiner Karriere (oder sogar seines Lebens) so sehen…eindeutig Ja. Aber mal sehen was da noch kommt. Darüber werde ich mir auch erst am Ende der 10 Folgen ein (Zwischen-)Urteil bilden.

    Wenn wir früher eine Folge beurteilt haben, dann haben wir die Handlung im Ganzen bereits gekannt, jetzt zerreißen wir uns den Mund über Handlungsfetzen ohne das Große und Ganze zu kennen. Das wäre wie wenn wir nach 5 Minuten ST:TNG bereits eine Rezension über das Gesehene schreiben würden ohne zu wissen was die nächsten 40 Minuten noch bringen und die darauf über die nächste 5 Minuten. Eigentlich passen wöchentliche Podcasts (auch wenn es mir sehr viel Spaß macht sie mir anzuhören) mit der Art und Weise wie hier eine Geschichte erzählt wird nicht wirklich gut zusammen. Interessant wird es erst wirklich sein, wenn wir uns ein Fazit zur ersten Staffel bilden können und ich habe die Hoffnung (und auch den Glauben), dass das positiv sein wird. Ich finde man sollte sich bei CBS eher mal Gedanken dazu machen so eine Serie im wöchentlichen Rhythmus auszustrahlen, denn das wird der Art wie hier eine Geschichte erzählt wird einfach nicht gerecht. Da muss man sich nicht wundern, wenn Zuschauer die Geduld verlieren und abspringen.

  7. Noch was ergänzend…passt zwar eigentlich erst zur nächsten Woche aber muss es jetzt schon los werden.
    Mich erinnert die Situation der romulanischen Gebiete, was man so bisher gezeigt und gehört hat, an alles rund um den Marquis. Von der Föderation und Sternenflotte aus politischen Gründen im Stich gelassene Kolonien, Seven erinnerte mich in Handeln und Aussagen an Fähnrich Laren und Co.

    Beim drüber nachdenken ist mir auch aufgefallen, dass auch eigentlich die Sternenflotte und co viel zu gut teilweise weg gekommen sind. Natürlich bedingt dadurch, wie der Marquis stellenweise terroristisch vorging.

    Ps.: nochmal die Frage…ist es wirklich sicher, dass die Story nach Staffel 1 abgeschlossen sein soll?

    Beste Grüße

    Poison

    1. Es sollte korrekterweise Fähnrich Ro heißen.
      Aber Du hast natürlich Recht mit den Romulanischen Gebieten und auch mit dem Wegkommen der Sternenflotte, respektive Föderation.

      Grüße
      James T.

      1. Du hast natürlich recht! Immer diese Flüchtigkeitsfehler. Danke für den Hinweis 🙂 hier könnte man dann auch prima über den Advanced Human und sein nicht mehr so Advancedes Verhalten diskutieren.
        Wie Björn in seiner Rezi zu Folge 5 schreibt und Chabon ja auch offiziell sagte: Wenn es darum geht Utopy mit der,Realität zu konfrontieren und am Ende uns einen Weg zurück zur Utopie aufzuzeigen, bin ich gerne bereit, dass so hinzunehmen. Warten wir einfach ab und trinken Tee 🙂

        Wir haben uns übrigens gefragt ob die deutsche Synchro Picards Vorlesen übersetzt oder ob sie direkt einfach eine deutsche Version von den Drei Musketieren genommen haben….jaja wenn man zu viel Zeit tum diskutieren und analysieren hat.

        LG Poison

        1. Übrigens zum Thema Fähnrich Ro:
          Ich frage mich immer noch, warum die Figur rausgeschrieben wurde. Sie war im Nachhinein betrachtet die interessantest Frau im TNG-Universum. Plötzlich ist sie einfach verschwunden. Dafür kommt dieser Bengel Wesley (Stööööhn) wieder zurück. Ich mache gerade einen Rewatch der gesamten TNG-Serie, hauptsächlich wegen des Trekamdienstag-Podcastes, damit ich hier auf dem Laufenden bin.
          Zu Picard: Ich mag die Serie aber auch mir fehlt hie und da etwas Story! Seven liebe ich! Sie darf gerne wiederkommen. Ich finde auch, dass sie von Jeri Ryan wieder toll gespielt wird. Sie hat in einer Folge mehr charakterliche Tiefe als Narik, Sotschi und Rizzoli in 5 Folgen zusammen.
          Bester Spruch: „Ich funktioniere“!

          LG James T.

          1. Da kann ich dir dann die in Romanform erschienene 8. Staffel von Deep Space Nine empfehlen. Dort wird Ro Laren Sicherheitschefin der Station. Generell gefallen mir die Romane (5 Stück bisher gelesen) sehr gut.

            LG Poison

  8. Picard kann ja Seven of Nine kennen,ohne das sie sich je begegnet sind.Als die Voyager aus dem Delta Quadranten zurückgekehrt ist,wurde das wahrscheinlich Medial aufgearbeitet und Seven sticht dann wahrscheinlich wie der Doktor hervor.Und zum anderen wird Picard als Mitglied der Sternenflotte die Rückkehr der Voyager ja auch mitbekommen und sich damit beschäftigt haben.Das sie sich nie persönlich getroffen haben,würde auch erklären,warum er sie Seven of Nine und nicht Annika nennt,denn wenn man die Sache so sie,wäre es sogar unpassend,wenn er sie mit ihrem Vornamen ansprechen würde.Sie nennt ihn ja auch nicht Jean-Luc sonder sagt:“Picard,Sie Schulden mir ein Schiff.“

  9. Ich weiß, Ihr wollt keine Werbung dafür machen, aber Ihr erwähnt den Roman, der am 11.2. erschienen ist, jetzt so oft, dass ich doch neugierig geworden bin. Leider finde ich in keiner der Shownotes einen Link oder auch nur einen Namen. Kann den jemand bitte mal verlinken? Danke!

  10. Ich tippe auf das bereits von Netflix bekante Rausramschmanöver kurz vor Start der dritten Staffel Discovery. Und das klingt jetzt negativer als ich es meine.

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