Planet Trek fm#047: Star Trek: Picard 1.10: Murksfaktor 10 oder: Mit Humor geht alles besser?

Heute geht es bei Planet Trek fm um Et in Arcadia Ego, Part 2, die zehnte Episode der neuen Serie Star Trek: Picard.

In Nummer #47 dreht sich alles um die Fragen zum Ende der Serie. Björn Sülter spricht mit der Autorin und Übersetzerin Claudia Kern und Co-Pilot Moritz Wolfart über alles, was Trekkies sich fragen. Dass dabei neben vielen Fakten auch der Humor nicht zu kurz kommt, gehört bei Planet Trek fm zum guten Ton.

Wir beginnen ganz wie Gentlemen mit der Autorin und Übersetzerin Claudia Kern, die man von ihrer Trilogie „Der verwaiste Thron“, den vier Bücher der Reihe „Homo Sapiens 404“, diversen Sachbüchern und als langjährige Chefredakteurin und Kolumnistin der SpaceView und heute der Geek! kennt. Ihr neuer Roman „The Divided States of America“ ist ein echter Tipp und erschien 2018. Claudia ist bei Star Trek: Picard wiederholt dabei, hat jedoch bei Star Trek: Discovery ebenfalls schon regelmäßig vorbeigeschaut.

Moritz Wolfart zählt schon zum Inventar und ist zu einer Art Co-Pilot geworden. Seine erste große Liebe lernte er mit acht Jahren kennen und sie hieß Enterprise, obwohl er sie nicht einmal sehen konnte! Aufgrund seiner Blindheit hat er einen vollkommen anderen Zugang zu Star Trek gefunden, als Sehende. Spricht man jedoch mit ihm über das Franchise, stellt man schnell fest: Sein Erleben ist nicht minder umfänglich, als das seiner sehenden Kollegen. Übrigens entstand seine Trek-Leidenschaft sehr zum Missfallen seiner Mutter. Aber nach einer verhältnismäßig kleinen Familienkrise setzte sich sein Vater mit dem Argument durch, dass diese dialoglastige TV-Unterhaltung für ihn interessanter sei, als das übliche Kinderprogramm. Und dafür ist Moritz Wolfart ihm heute noch zutiefst dankbar! Inzwischen kennt er natürlich alle Episoden und Filme und wurde über die letzten zwanzig Jahre zu einem der aktivsten Community-Mitglieder in Sachen Star Trek. Dieser Mann kennt sein Star Trek. Unter seinem markanten Spitznamen Darmok auf dem Ozean ist er sicher auch vielen Fans ein Begriff.

Veröffentlichung: 5. April 2020
Teilnehmer: Björn Sülter, Claudia Kern & Moritz Wolfart
Lauflänge: 95 Minuten

13 Gedanken zu „Planet Trek fm#047: Star Trek: Picard 1.10: Murksfaktor 10 oder: Mit Humor geht alles besser?

  1. Der Podcast hat mir wieder gut gefallen, er war aber zu kurz um alle Punkte zu besprechen, schön das noch was kommt, immer her damit.
    Ich bin auch nicht der Meinung das Binge watching irgendetwas ändert, klar kann man die Staffel besser verstehen und eintauchen, wenn man sie am Stück genießt, wobei in dem Fall sich die Fragezeichen eher häufen ;).
    Ich freue mich schon auf euren Ausblick auf Staffel 2, was nach eurer Meinung jetzt passiert und in welche Richtung es gehen könnte?
    Ich schaue mir die 2 Staffel an, aber es wird sicher keine Vorfreude geben, dazu war das gebotene einfach zu enttäuschend, dass mit dem neuen Zugpferd bei CBS ging eher in die Richtung Titanic, leider nur schönes äußeres ohne Seele!
    Grüße Heuli…

  2. Guten Abend
    Spannender Podcast. Inhaltlich fehlt mir aber ein wichtiger Aspekt:
    Ja, die Handlung war ab und zu ein Murks, manchmal käsig und der notwendige Lagerraum für die aufgemachten Fässer ist beachtlich. Doch die Hauptaussage der Staffel (oder zumindest des Finales) ist m.E. sehr „Star Trek like“: Wir haben Vertrauen in die Entscheidung der einzelnen Menschen/Synths/Individuen und handeln nicht in erster Linie getrieben von Angst. Offenheit, Toleranz und Neugier müssen der Antrieb für eine gute Zukunft sein. Für diese Werte muss immer wieder aufs Neue gekämpft werden, sie sind kein Selbstläufer.
    Jean-Luc Picard hatte vor 14 Jahren (oder wann auch immer) resigniert den Kampf für diese Werte aufgegeben – auch Advanced Humans sind Humans. Die Staffel hat gezeigt, wie er wieder lernt dafür zu kämpfen und bereit ist, dafür alles zu geben.

    Für mich ist das als ganzes ein stimmiges Gesamtpaket, das das Label Star Trek verdient, auch wenn das Verpackungs- und Füllmaterial teilweise von wirklich schlechter Qualität war.

    Ich freue mich auf die nächste Staffel

  3. Also erstmal sehr nett gemacht auch dass Herr Wolfart es geschaft hat auf die Diskreditierung des Käses zu Verzichten muss man loben.
    Aber ich glaube was das Thema „Problematik der Ausstrahlungsform“ angeht habt ihr leider ein wenig aneinander vorbeigeredet.
    Ich glaube (eigentlich mehr als glaube) nicht dass Moritz nur meinte dass die Serie hätte versuchen sollen sich in die Reihe der nur „Bingfähigen“ bzw nur durch „Bingen“ erträglichen Serie einzuordnen. Vielmehr meinte er vermutlich dass es der Serie gutgetan hätte sich von einigen selbstauferlegten Konventionen zu lösen. Das fast krampfhafte festhalten an den unter 45 Minuten Sendezeit in der ersten Staffelhälfte, vermutlich damit in der nicht werbefreien CBS+ Variante das maximum an Werbung eingestreut werden konnte, bzw eine evtuelle 2 Verwertung im US MArkt möglich wäre, sei hier als Beispiel genannt. Oder auch der Zwang in jeder Folge wirklich eine mini Story zuende zu bringen, dafür aber viele grosse Sachen nie richtig , da wäre eine fliessendere Herangehensweise sicher schöner gewesen.
    Aber ich möchte nicht so negativ schliessen alles in allen war es sehr schön euch bei euren kollektiven Verlegenheitslachen zuzuhören traut euch eventuell falls ihr die nächste Staffel wieder begleitet, was ich ja hoffe, einfach früher „offene Baustellen“ zu kritisieren dann müsst ihr das nicht alles am Ende weglachen.
    In dem Sinne bleibt gesund und bis zu einen Staffelfazit

  4. Ich höre gerade die Stelle, wo ihr überlegt, ob Picard nicht am Ende hätte sterben können und es trotzdem eine 2. Staffel geben könnte.
    Ja, das wäre möglich gewesen und hätte nach meinem Geschmack sogar den Serientitel endlich einen Sinn gegeben.
    Steit Star Trek – the next Generation war Star Trek nach einer Person benannt worden, sondern nach dem Raumschiff oder dem Ort wo es spielte.
    Picard hätte sterben können.
    Und in der 2. Staffel wird das Raumschiff U.S.S. Picard in Dienst gestellt.

    1. Besonders der letzte Satz hat mir gefallen. Daumen hoch. Und wenn dann noch die Science in die Fiction von Star Trek zurückkehren würde, wäre es umso schöner.

      Live long and prosper

  5. @ Toromir
    Würde mich nicht wundern, wenn Picards Tod ursprünglich mal angedacht war.
    Da aber so viele schon vor Monaten spekuliert haben, dass es genauso kommen würde (inklusive USS Picard), wollte man das dann natürlich nicht machen – immer schön die „Expectations subverten“.

    Wie würde das denn auf der USS Picard aussehen?
    Rios rehabilitiert und wieder im aktiven Dienst? Yup, hätte ich kein Problem mit.
    Raffi ? Nee, einfach nee, den Charakter hat man leider trotz gelegentlicher guter Ansätze versaut, je weniger ich von der sehe, desto besser.
    Jurati sitzt für 20 Jahre im Knast.
    Legolas geht wieder nach Hause, hängt sein Schwert an den Nagel, weil er bei seinem ersten Außeneinsatz nach Strich und Faden verarscht und zum Sterben zurückgelassen wurde und macht eine Bäckerei auf, in der er dreieckige Brötchen backt. Die Brötchen hat Kurtzman übrigens auch geklaut – von einigen überkreativen deutschen Bäckern.
    Seven spielt weiter Scheriff im wilden Space-Westen, weil sie ja scheinbar „nirgends dazugehört“.
    Also bräuchte man letztlich eine fast komplette neue Crew.
    Aber nachdem man dem Publikum nun lang und breit erklärt hat, dass der gute alte Picard sowieso schon immer etwas naiv und weltfremd war, kann man ihn nun schlecht postum zum Helden machen und Kinderspielplätze oder Schiffe nach ihm benennen.
    Das wäre dann praktisch auch eine komplett neue Serie.
    Ich persönlich will auch generell keine USS Picard sehen, egal in welcher Form oder Serie, das wäre mir deutlich zu „käsig“.

    Oder die jetzige Crew auf der „La Sirena“, die nun „El Picard“ heißt – nur eben ohne Jäh Äl, als Firefly-mäßige Truppe von Ausgestoßenen, die „Robin Hood im Weltraum“ spielen? Nee, das wäre auch nichts für mich.

  6. Hi,

    schöne, wenn auch zu kurze Diskussion! Ich freue mich auf die Abschlussbesprechung zur Staffel. Übrigens können alle Logiklöcher und losen Handlungsfäden leicht erklärt werden. Jean-Luc hat den Nexus nämlich nie verlassen! Weil sein innigster Wunsch schon immer darin bestand, seine eigene Serie zu schreiben, lebt er das jetzt in der Traumwelt des Nexus aus.

    Claudias Hinweis, dass der Transfer von Jean-Lucs Bewusstsein auf den Golem genauso gravierend ist wie seine Assimilierung durch die Borg stimme ich voll zu. Meiner Meinung nach untergräbt es seine Individualität als Mensch, weil man auch mehrere Golems mit seinem Bewusstsein herstellen könnte und jeder wäre der „echte“ Picard. Damit befände er sich in einer ähnlichen Situation wie Sam Bell in „Moon“.

    LG
    2Voq

  7. Guten Abend
    Spannender Podcast. Inhaltlich fehlt mir aber ein wichtiger Aspekt:
    Ja, die Handlung (und die Regie) war ab und zu ein Murks, manchmal käsig und der notwendige Lagerraum für die aufgemachten Fässer ist beachtlich. Doch die Hauptaussage der Staffel (oder zumindest des Finales) ist m.E. sehr „Star Trek like“: Wir haben Vertrauen in die Entscheidung der einzelnen Menschen/Synths/Individuen und handeln nicht in erster Linie getrieben von Angst. Offenheit, Toleranz und Neugier müssen der Antrieb für eine gute Zukunft sein. Für diese Werte muss immer wieder aufs Neue gekämpft werden, sie sind kein Selbstläufer.
    Jean-Luc Picard hatte vor 14 Jahren (oder wann auch immer) resigniert den Kampf für diese Werte aufgegeben – auch Advanced Humans sind Humans. Die Staffel hat gezeigt, wie er wieder lernt dafür zu kämpfen und bereit ist, dafür alles zu geben.

    Für mich ist das als ganzes ein stimmiges Gesamtpaket, das das Label Star Trek verdient, auch wenn das Verpackungs- und Füllmaterial teilweise von wirklich schlechter Qualität war.

    Ich freue mich auf die nächste Staffel.

  8. @ unsere Podcaster
    Eure Disco-Besprechungen waren ja schon klasse, aber bei Picard habt ihr echt noch eine Schippe draufgelegt.
    Dickes Kompliment!
    Das war nicht nur extrem unterhaltsam sondern auch sehr, sehr interessant, vor allem wie sich die Beurteilung bei den Einzelnen im Laufe der Zeit mal mehr, mal weniger verändert hat.
    Dank der ja teilweise sehr unterschiedlichen Sichtweisen habt ihr es geschafft, dass ich meine eigene Beurteilung des öfteren mal korrigieren konnte/musste.

    Ich freue mich jetzt schon auf die Podcasts der nächsten Staffel, auch wenn ich mir die Serie selbst nicht mehr anschauen werde.

  9. MIr ist noch ein Gedanke wegen der Aussage, Romulaner hätten Vulkan besiedelt gekommen.
    Ich hatte diese Aussage von Anfang an nicht ernst genommen, sondern in die gleiche Kategorie abgelegt, wie Shakespeare, den man nur versteht, wenn man ihn im klingonischen Original hören würde. Klingonen glauben, Shakespeare sei ein Klingone gewesen, Romulaner glauben, sie hätten Vulkan besiedelt.
    Da sollte man sich nicht drüber ärgern, sondern eher drüber lachen – eben so wie beim klingonischen Original.

  10. Hallo an alle. Ich hoffe alle sind gesund und bleiben es auch!
    Die Podcasts waren durchweg ein Genuss und ich kann es eigentlich nicht erwarten, wenn der nächste kommt. Ich wünschte ich könnte es zu weiteren Staffeln der neuen Trek-Serien sagen.

    Während ich die erste Folge von Picard wirklich genossen habe, da sie mir sehr gut gefallen hat, bauten die weiteren Folgen immer weiter ab. Die Gründe sind vielfältig, haben jedoch damit zu tun, dass die gesammelte Autoren-Riege es nicht schafft eine vernünftige und nachvollziehbare Story zu erzählen. Ihr sagt dazu Fässer die aufgemacht werden und ich denke das trifft es ganz gut.

    Und nun die 10. Folge wo ich mich frage: Was sollte DAS? Ja man dürfte etwas trek-like etwas positives mitnehmen. Allerdings war der nicht Tot von Picard so unnötig dumm durchgezogen. Und sorry, auch wenn der Dialog mit Data wirklich toll war, war es das nicht wert.

    Dann die Maschinen vom Rande der Galaxis, wirklich? Also ganz ehrlich, die hätten das lächerliche Tor stabilisiert und wären dann mit voller Karacho da durch und nicht so lächerlich durch gekrochen.

    Und was macht Narissa auf den Kubus. Ich hatte das nämlich so wahrgenommen, dass die von den Exbs niedergemacht wurde. Jetzt könnte ich noch mehr schreiben, aber das würde zu viel werden.

    Sagen möchte ich nur noch, dass ich nicht glaube, dass es mit den aktuellen Autoren eine überzeugende Star Trek Serie geben wird.

    1. Hallo Eike,

      das Thema Narissa ist etwas „undurchsichtig“. Ja, sie wurde von den Ex-B´s niedergerungen, konnte sich aber im letzten Moment wegbeamen. Bildlich wurde daraufhin – in Nahaufnahme – ein Warbird gezeigt, sodass man davon ausgehen konnte, dass sie dorthin teleportierte, zumal der Beamsound noch zu hören war. Aber denkste! Überraschend war Narissa auf dem Kubus verblieben, hat den Absturz schadlos überstanden und konnte sich vor den Ex-B´s verstecken, um ihrem Bruder in Folge 10 die hirnrissige „F-Frage“ zu stellen und von Seven eine Lektion in Fallhöhe zu bekommen.
      Deinen letzten Satz kann ich nur unterschreiben. Die Qualität der Drehbücher sind fast immer (schöngeredet) mäßig bis grottenschlecht.

      Live long and prosper

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