Planet Trek fm#057: Star Trek: Discovery 3.01: Driving zweigleisig (under the influence)

In Nummer #57 dreht sich alles um das neue Abenteuer der dritten Staffel aus Star Trek: Discovery. Björn Sülter spricht mit Co-Pilot Moritz Wolfart und mit der Autorin und Übersetzerin Cludia Kern über alles, was Trekkies sich dazu fragen. Dass dabei neben vielen Fakten auch der Humor nicht zu kurz kommt, gehört bei Planet Trek fm zum guten Ton.

Wir beginnen ganz wie Gentlemen mit der Autorin und Übersetzerin Claudia Kern, die man von ihrer Trilogie „Der verwaiste Thron“, den vier Bücher der Reihe „Homo Sapiens 404“, diversen Sachbüchern und als langjährige Chefredakteurin und Kolumnistin der SpaceView und heute der Geek! kennt. Ihr neuer Roman „The Divided States of America“ ist ein echter Tipp und erschien 2018. Claudia war bei Star Trek: Picard wiederholt dabei, hat jedoch bei Star Trek: Discovery ebenfalls schon regelmäßig vorbeigeschaut.

Moritz Wolfart zählt schon zum Inventar und ist zu einer Art Co-Pilot geworden. Seine erste große Liebe lernte er mit acht Jahren kennen und sie hieß Enterprise, obwohl er sie nicht einmal sehen konnte! Aufgrund seiner Blindheit hat er einen vollkommen anderen Zugang zu Star Trek gefunden, als Sehende. Spricht man jedoch mit ihm über das Franchise, stellt man schnell fest: Sein Erleben ist nicht minder umfänglich, als das seiner sehenden Kollegen. Übrigens entstand seine Trek-Leidenschaft sehr zum Missfallen seiner Mutter. Aber nach einer verhältnismäßig kleinen Familienkrise setzte sich sein Vater mit dem Argument durch, dass diese dialoglastige TV-Unterhaltung für ihn interessanter sei, als das übliche Kinderprogramm. Und dafür ist Moritz Wolfart ihm heute noch zutiefst dankbar! Inzwischen kennt er natürlich alle Episoden und Filme und wurde über die letzten zwanzig Jahre zu einem der aktivsten Community-Mitglieder in

Veröffentlichung: 19. Oktober 2020
Teilnehmer: Björn Sülter, Claudia Kern & Moritz Wolfart
Lauflänge: 80 Minuten

22 Gedanken zu „Planet Trek fm#057: Star Trek: Discovery 3.01: Driving zweigleisig (under the influence)

  1. Moin moin. Geht ja schlag auf schlag hier. Wunderbar.

    Burnham/SMG: Ich glaube die Autoren haben der Darstellerin wirklich keinen Gefallen getan. Wie man auf die Idee kommen kann der Hauptfigur vulkanische Manieren zu verpassen ist mir ein Rätsel. Vulkanier sind herablassende, distanzierte Klugscheißer. Das sind keine Charaktermerkmale mit denen man sich gerne identifiziert. Dann brechen sie das und der Charakter schlägt regelmäßig in die komplett gegenteilige Richtung aus. Und natürlich kommt noch ordentliches Overacting dazu. Es ist ein Jammer.

    Bin ich eigentlich der einzige der, als Burnham und Book von den Securitys umringt waren, nie den Eindruck hatte das die gleich standrechtlich erschossen werden? Als die Schießerei losging war ich jedenfalls „überrascht“. Und was ist Book eigentlich für ein Typ? Erst sorgt er dafür das Michael verhaftet wird um sie auszurauben. Später töten er und Burnham auf der Flucht aus einer Situation, bei der zumindest ich nicht das Gefühl hatte sie sei akut lebensbedrohlich, einen Haufen Sicherheitstypen. Aber natürlich ist das Leben vom Weltraumfangschreckenwurm von signifikant höherer bedeutung als das von einem dutzend Kaufhauscops oder Burnham. Yikes!

  2. Hey hey!:-)

    Also, bei den Vulkaniern würde ich dir wohl widersprechen wollen. Die fand ich eigentlich durchweg immer spannend, spaßig, sympathisch und interessant. So gar T’popol.

    Bei der Töterei bin ich aber zu 100% bei dir. Und füge noch hinzu, dass das danach noch nich mal großartig thematisiert geschweigedenn reflektiert wird! Man zankt sich, man haut sich ein wenig und man verträgt sich.
    Ich wittere da eine unglückliche zeitgeistbassierte abgestumpft oder abgebrühtheit. Das läst sich auch nich so wirklich mit der jetzt ach so rauen Welt erklären, weil Burnham nicht aus dieser rauen Welt kommt. Aber hey! Die aufgelösten waren ja bestimmt alle böse, blöd und gemein. Sprich, die werdens schon irgendwie verdient haben.
    Das ist leider definitiv etwas ungünstig geraten.
    Läst sich aber vielleicht noch irgendwie retten! Müssen wir mal abwarten.

    1. Jaaaa, gut. Vielleicht übertreibe ich ein bisschen. Aber interessant ist auch nicht gleich symphatisch. Normalerweise ist das erste mas man von einem Vulkanier zu hören bekommt wie erwartbar ineffizient man in seinem Job ist. Herzerwärmend. Aber gut. Das du geschafft hast dir Enterprise anzutun ist schon ein Zeichen das du deutlich härter im nehmen bist als ich. 🙂

    2. Nachtrag:

      Was die Gewalt angeht: Burnham hätte nur in einem Nebensatzt fragen brauchen wo man diese unpräzisen und klobigen Waffen aus der fernen fernen Zukunft auf betäubung stellt. Problem gelößt. Aber dafür hätte man das Problem erstmal erkennen müssen. Aber du hast recht. Sie haben ja noch ne Menge Zeit das umzubiegen.

  3. Ich fürchte ja fast, dass das für sie halt überhaupt kein Problem ist.
    Ganz gut halt schon zu erkennen bei Picard. Wenns sein muss, muss es halt sein.
    Wie du ja schon gut erklärt hast, viel hätte es eigentlich nicht gebraucht.

    Ja, Enterprise is schon so ne Berg&Tal-Fahrt. Das stimmt wohl. Den ganzen damit verbundenen Spaß möchte ich aber trotzdem absolut nicht missen!

  4. „Ganz gut halt schon zu erkennen bei Picard.“

    Picard: Die Serie in der Vollblutdiplomat und Humanist „JL“ in eine „Menschen bitte draußen anleinen-Bar“ marschiert was darin endet das die Situation von einem Weltraumelf mittels Enthauptung deeskaliert werden muss. Aber hey, das Franchise vom gleichen Typen verwaltet der auch das „Universal Dark Universe“ verbrochen hat….wen wunderts.

  5. HAHA, ich dachte da eher an das, was Seven da so durchgezogen hat. Will sich letztendlich an einer Person rächen, muss sich aber anschließend durchs ganze Etablisement phasern. Sehr human liebe Seven, wirklich sääähr human!
    Ist und bleibt für mich aber sowieso einer wenn nicht so gar der Tiefpunkt von New trek.
    Bei der Picard-Sache könnte man wenigstens noch in sofern verteidigend anmerken, dass es sich um eine außerkontrolle geratene Situation handelte.

    1. Ich wollte lieber nicht noch von Seven anfangen.

      Aber ist doch wundervoll was aus den Helden von damals geworden ist. Picard, ein Spezialist darin zwischen unterschiedlichsten Spezies eine Basis für ein friedliches Miteinander zu schaffen, und sich dabei für wirklich nichts zu blöd war, kann sich nichtmal aus einer Kneipenschlägerei rauslamentieren. Seven die ehemalige Borg die endlich rausgefunden hat was es bedeutet ein Mensch zu sein. Was in desem Fall bedeutet mit so vielen Phasern wie man tragen kann und Rache im Hinterkopf so viel Kollateralschaden wie möglich anzurichten.

      Ich freu mich schon auf die nächste Staffel wenn rauskommt das Beverly Crusher seit Jahrzehnten ihre Patienten vergiftet und Betazoiden die Fähigkeit haben die Köpfe ihrer Feinde platzen zu lassen.

  6. Also, das mit Picard kann ich aber wenigstens erklären. Den haben sie ja im Prinzip in der Rückblende zu einem dreijährigen Kind rückentwickelt: „Was? Ihr macht nicht was ich will? DANN GEHE ICH! FÜNFZEHN JAHRE IN MEIN ZIMMER! UND DA SCHMOLLE ICH!“
    Böse Zungen behaupteten damals, er sei ERSCHLAFFT!
    Ach! OH! Erschlafft!
    Du hast doch glatt die Rückkehr von Worf vergessen, in der er voller stolz seinen Doppelten Pen…. Ähm… Lassen wir das lieber.
    Nur so viel: Den hatte ihrerzeit damals die arme Pulaski schon nicht verkraftet, womit nun ein weiteres großes Mysterium der damaligen Zeit auch endlich als gelöst betrachtet werden kann.
    Oh, was haben wir nicht alles Trek2.0 zu verdanken!

    1. Ja jetzt wo des erwähnst. JL war ja schon immer einer der bei Wiederstand direkt die Segel gestrichen hat. Das muss sich praktisch von alleine geschrieben haben.

      Und danke das du mich an die anatomischen besonderheiten der Klingonen erinnert hast. Das hat eine ganze Kette an verstörenden Bildern und Fragen aufge“worf“en. Ich sag nur: Klingonischer Gruppensex. Der Gedanke wird mich länger wachhalten als eine Kanne Raktajino direkt ins Zwischenhirn injeziert.

  7. Aua aua! Also bitte! Der Mann heißt Picard und Jean-luc!
    Jedes mal, wenn ihn jemand so nennt wie du es gerade getan hast, stirbt irgendwo ein liebes kleines Baby-tier!
    Und warte es nur ab! Bestimmt gibts bald noch eine neue Serienankündigung darüber, was passiert, wenn der klingonische hohe Rat mal etwas länger targt… äh… tagt.
    Übrigens wollen wir lieber mal nicht auf die weibliche Anatomie der Klingonen eingehen.
    Danke Akiva Goldsman, vielen Dank!

  8. „Aua aua! Also bitte! Der Mann heißt Picard und Jean-luc!
    Jedes mal, wenn ihn jemand so nennt wie du es gerade getan hast, stirbt irgendwo ein liebes kleines Baby-tier!“

    Dann lass ich das lieber. Nicht das ich noch Besuch von Burnham und Book aus der Zukunft kriege und die beiden hier das halbe Dorf massakrieren. Das kann wohl keiner gebrauchen.

    Die klingonische Anatomie wirft derweil weitere Fragen auf. Wieviele Pobacken hat so ein Klingone eigentlich? Und ist „ein Twix machen“ ein klingonischer euphemismus für das was ich denke?

    Naja….dank dieser Diskussion hat Tom Paris heute zumindest einen Teil des Respektes (etwa 0,05%) bei mir zurückgewonnen, den er damals eingebüßt hat als er schön sein Maul gehalten hat während sie Tuvix zum Schafott geschleift haben.

  9. Ich werde Morgen mal vermehrt auf Zeitungsartikel der Art: „Besucher aus der Zukunft entvölkern halbes Dorff“ achten. Bis dahin hoffe ich mal, dass Burnham und Book es nich so sehr mit der 0toleranzpolitik haben.
    Na ja, wobei… Ich bin mir gar nich so sicher, ob Burnham Picard vielleicht so gar JL nennen würde.

    Noch mal zu den Klingonen: Werden Pobacken denn tatsächlich schon als Organe klassifiziert?
    Da müsste vielleicht doch noch mal jemand dringenst mit Herrn Goldsman sprechen.
    Mein Gott! Ein unausgereiftes Konzept bei Discovery! Wer hätte das gedacht!

  10. Danke für den Podcast,
    ich halte mich mit Bewertungen etc. erstmal zurück, da ich einfach, ausgehend von dieser Episode, zu wenig sagen kann und wir ihr schon angemerket habt…zu oft nur die Hälfte des Weges gut gewesen ist. Aber freuen wir uns erstmal darüber, dass wohl hinter den Kulissen Ruhe und Konstanz eingekehrt ist. So wie es sich in der Vorschau gestaltet, wird tatsächlich ja die Discovery erstmal ohne Burnham gezeigt. Da könnten also unsere und eure Wünsche vielleicht wirklich in Erfüllung gehen.
    Und da schließt sich für mich der Kreis. Der von euch diskutierte Episodentitel Unification III aus der Fehder von K. Beyer ist vermutlich nur eine nette namentliche Anlehnung an TNG und an das Thema Wiedervereinigung – da hier die Discovery und Burnham zusammen finden. Zwar wäre der Clou mit der Vereinigung von Romulus und Vulkan als Thema natürlich sehr genial – aber auch die Prämisse, dass sich Discovery und Burnham erst spät in Folge 7 wiedersehen verspricht einiges an Potenzial – wie ihr ja auch bereits hervorgehoben habt. Das könnte gleichzeitig bedeuten, dass der Föderations-Neuaufbau Arc über mehr als die Staffel geht und man hier tatsächlich in dieser Staffel vornehmlich world building und Charakterarbeit macht, um dann in Staffel 4 die Ernte einzufahren – das wäre zugegebenermaßen ziemlich toll. Ansonsten könnte der Episodentitel natürlich auch schon für eine Wiedervereinigung von Förderationswelten oder Sektoren oder Völkern unter dem Banner der Förderation (vl. die Gründungswelten) stehen und tatsächlich nur eine nette namentliche Anleihe an TNG für die Fans sein.

    Ich bin zwiegespalten . sowohl das Romulus – Vulkan Thema als auch die Wiedervereinigung von Burnham und Discovery so spät erst passieren lassen haben beide ihren Reiz. Favourisieren würde ich allerdings letzlich doch zweiteres, da es einfach mehr Potenzial für die Staffel und das world building etc. hergibt. Was denkt ihr?

    Eine Frage noch zur Kritik an der Technik der Zukunft in Discovery: im 24. Jahrhundert gibt es Völker die vor der Menschheit Warpfähig waren – so die Vulkanier zum Beispiel. Trotzdem ist zwischen jenen und der Sternenflotte/Föderation dann eigentlich kein Unterschied mehr zu sehen oder kein so extremer, wie man erwarten könnte. Hinzu kommt, das zurückgeworfen werdne durch Einschnitte, wie the Burn. Von daher finde ich das jetzt nicht wirklich dramatisch. Ich finde eher hier könnte man grundsätzliche Diskussionen aufmachen seitens der Autoren: Grenzen des technischen Fortschrittes – sowohl an Möglichkeiten als auch gewollt – Stichwort: Genetik/Klonen (heute), Zeitreisen (In-Universe). Oder sehe ich das falsch?

    Beste Grüße

    Poison

  11. „Werden Pobacken denn tatsächlich schon als Organe klassifiziert?“

    Verdammt. So durchdacht wie dieser Scherz war bin ich anscheinend „writers room material“. Das bringt mich direkt auf eine neue Geschäftsidee. Ich werd jetzt einfach jedes mal wenn mir was richtig blödes einfällt selbiges im Internet abladen (ich meine nicht die normale Art von Blödheiten, das mache ich ja eh, sondern New Trek pitches). Bei gefühlt 50 geplanten Star Trek Shows dürften genug Treffer dabei sein das ich von den Royalties leben kann.

  12. Oh, da is tatsächlich was dran! Ich sollte vielleicht mal ernsthaft darüber nachdenken, einen xenobiologischen Almanach über das Leben als Klingone zu veröffentlichen. Mit vielen … erotisch prickelnden Schaubildern und pikanten Erklärungen zu diversen Problemen des klingonischen Alltags. Oooooh! Mit diesem Werk könnte ich mich gar allervortrefflichst …. brüsten!
    Ich sehs förmlich vor mir. Und das will was heißen!

  13. @poisoned_one

    „Ich bin zwiegespalten . sowohl das Romulus – Vulkan Thema als auch die Wiedervereinigung von Burnham und Discovery so spät erst passieren lassen haben beide ihren Reiz. Favourisieren würde ich allerdings letzlich doch zweiteres, da es einfach mehr Potenzial für die Staffel und das world building etc. hergibt. Was denkt ihr?“

    Ich glaube Game of Thrones hat bewiesen das man sehr gut Hauptchataktere eine Zeit lang unabhängig voneinander agieren lassen kann. Und ja, das kann zum Worldbuilding beitragen, vor allem wenn man den Zuschauer die Welt mit den Protagonisten erkunden lassen will. Leider ist das jetzt scheinbar hinfällig.

    Was die technik angeht will ich garnicht erst drüber nachdenken ob und was da alles Sinn macht. Das Star Trek universum ist so alt und umfangeich, ich glaube man ist besser bedient nicht alles in frage zu stellen. Was mich mehr stört ist das in New Trek die verschiedenen Äras die wir kennen die gleiche Designsprache sprechen. Wenn man die Discovery, die Schiffe aus Picard und das Schiff von Book nebeneinander stellt, sieht das alles für mich gleich aus. Vor allem das Brückendesign „stört“ mich da.

    @Darmok a. d. O.

    „einen xenobiologischen Almanach über das Leben als Klingone zu veröffentlichen. Mit vielen … erotisch prickelnden Schaubildern und pikanten Erklärungen zu diversen Problemen des klingonischen Alltags“

    Sehr schön. Ich freue mich schon auf die Verfilmung von David Cronenberg.

  14. Ich finde es klasse, dass Ihr die Szenen mit dem Föderations-„Bewahrer“ ebenso schön findet wie ich. Für mich sind diese der Bild gewordene Föderations-Kerngedanke, der sich auch sehr schön mit einem Zitat aus vielleicht dem besten Star-Trek-Film überhaupt zusammenfassen lässt: „Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!“

  15. Hat schonmal jemand daran gedacht, dass der Grund für den „Brand“ eventuell die Organianer sein können, die ihre Drohung aus dem Vertrag von Organia wahr gemacht haben? „Sollte, zu irgendeiner Zeit, eine der beiden Mächte feindselige Aktionen eröffnen, werden alle Militärische Kräfte sofort unschädlich gemacht.“ Dies hat der „Brand“ definitiv geleistet. Grund für einen erneut ausbrechenden Krieg zwischen Klingonen und Föderation könnte die vor dem Brand immer knapper werdende Resource Dilithium gewesen sein.

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