Planet Trek fm#061: Star Trek: Discovery 3.06: Der XXL-Doppelcast mit Liebe, Fremdgehen & Kuchen

In Nummer #61 dreht sich alles um das neue Abenteuer der dritten Staffel aus Star Trek: Discovery. Björn Sülter spricht mit mit der Autorin und Übersetzerin Cludia Kern über alles, was Trekkies sich dazu fragen. Dass dabei neben vielen Fakten auch der Humor nicht zu kurz kommt, gehört bei Planet Trek fm zum guten Ton.

Autorin und Übersetzerin Claudia Kern ist heute zu Gast, die man von ihrer Trilogie „Der verwaiste Thron“, den vier Bücher der Reihe „Homo Sapiens 404“, diversen Sachbüchern und als langjährige Chefredakteurin und Kolumnistin der SpaceView und heute der Geek! kennt. Ihr neuer Roman „The Divided States of America“ ist ein echter Tipp und erschien 2018. Claudia war bei Star Trek: Picard wiederholt dabei, hat jedoch bei Star Trek: Discovery ebenfalls schon regelmäßig vorbeigeschaut.

Veröffentlichung: 24. November 2020
Teilnehmer: Björn Sülter & Claudia Kern (und zwei Überraschungsgäste)
Lauflänge: 183 Minuten

6 Gedanken zu „Planet Trek fm#061: Star Trek: Discovery 3.06: Der XXL-Doppelcast mit Liebe, Fremdgehen & Kuchen

  1. Moin moin und hallo,

    finde ich klasse wie ihr die Zeichen der Zeit erkannt habt und euren Hörern endlich mehr zwischenmenschliches Drama bietet. Kann man nicht genug haben. Womit wir auch schon bei Discovery wären.

    Ihr habt ja schon vor einigen Wochen angesprochen wie problematisch, im Sinne das es einem mittlerweile nur noch auf den Zeiger geht, es ist das die Crew bei jedem Killefitz auf Michael Burnham angewiesen ist. Und diese Figur selbst dann noch moralisch überlegen dargestellt wird wenn sie total verkackt (saru…sie tun das richtige!). Die Frage die ich mir persönlich dabei stelle, welche zwar einerseits einen Strich durch meinen Eskapismus macht, andererseits jedoch diese Szenen rettet indem sie eben selbige Frage aufwirft, lautet: Was sagt diese Figur darüber aus wie die Autoren ihre Zielgruppe, die Gesellschaft oder möglicherweise sich selbst wahrnimmt? Kann ich dieser Serie/Figur eigentlich übel nehmen Zeitgeistliche phänomene abzubilden? (Spoiler: natürlich kann ich das, konnte ich bei ENT ja auch. Trotzdem muss man ihr lassen das sie sowas wie einen Denkprozess bei mir in gang gesetzt hat. Kunst ist doch was schönes)

    Apropos Saru. Mich wundert etwas das keiner die Szene angesprochen hat die mich, in ermangelung intakter Tischkanten (seit ST:Picard alle abgeknabbert), veranlasst hat ein dickes Stück aus meinem Fernseher zu beißen. Undzwar die Szene wenn sie alle am Tisch sitzen und Saru sagt: „Vor einem Jahrtausend haben wir entschieden Kommander Burnham zu folgen. Ich werde nie vergessen was ich gehört habe als ich vor ihnen stand und sie ihre Wahl getroffen haben. ES WAR FAST WIE EIN KLEINES GEBET und ich….blablabla usw.“ Ist mir klar das dies für Sarus Charakter möglicherweise nicht allzu abwegig ist. Aber Leute kommt…dann sollen die Autoren aufhören mir zu erzählen das ich Star Trek gucke wo so ein Scheiß absolut nichts verloren hat. Das Gesülze von der Föderation ist sowieso, gemessen an der internen Logik der Serie, volkommen unglaubwürdig, wenn die Föderation ohne Leute wie Georgiou (die Kelpianer fressende Massenmörderin/Diktatorin) nichts auf die Kette kriegt.

    Das man jetzt physiologische Gründe für die „Bösartigkeit“ der Spiegelterraner aus dem Pöter zaubert halte ich, im Sinne das die Autoren nicht in der Lage sind sich mit gesellschaftlichen Themen kritisch auseinander zu setzen, für logisch und absolut folgerichtig. Ich dachte immer das das Mirror Universe eine tolle Methode sei Leuten zu vermitteln wie sich die Umgebung auf die sozialisierung von Individuen auswirkt, und damit z.B. Rassismus und Sexismus debunkt, wie man heute so schön sagt. Aber gut das Discovery mich dahingehend aufklärt das es an den Genen liegt….danke dafür.

    Und da haben wir es wieder. Es gäbe genug positive Sachen die man über DISCO sagen könnte. Leider sind die Böcke die sie schießen genau die falschen wenn man eine Star Trek Serie sein will.

  2. Hallo Planet Trek fm,

    wieder eine sehr schöne Podcast-Folge. Danke dafür.
    Ich hätte da eine Idee für den Serientitel des Michael-Book-Spin-Offs: „BURNHAM – A STAR (irgendwas, nur nicht TREK bitte hier einsetzen) Story“.

    Live long and prosper!

  3. Stichwort „Transphasen-Torpedos“ und andere Technologie, die moderner sein müsste/sollte: ich sehe mich durch solche Details mehr und mehr darin bestärkt, dass wir derzeit zwar eine Handlung im Prime Universe, aber NICHT in der Prime Timeline sehen, auch wenn einige/viele Ereignisse (wie z.B. die Zusammenführung von Romulanern und Vulkaniern durch Spock) identisch vorkamen. Ich bin immer überzeugter: Am Ende von DISCOVERY wird ein weiterer Zewitpsrung zurück in die Vergangenheit bzw. in die Ausgangszeit der ersten Zeitreise vorkommen, und erst mit dieser 2. Zeitreise beginnt die uns bekannte Prime Timeline.

  4. Erste Hälfte mit Claudia war wieder großartig.
    Ihr habs fast geschafft mich rumzukriegen und mir Disco weiter anzusehen, aber nur fast :p

    Ich bewundere/beneide Claudia, dass sie immernoch trotz aller Nackenschläge an einen großen Plan der Schreiberlinge bezüglich Burnham glaubt.

    Selbst wenn sie darauf hinarbeiten würden, dass Mickey Burnham irgendwann die Erleuchtung hat, dass es suboptimal ist ständig eine arrogante, aufsässige, besserwisserische, egoistische, egozentrische Ziege zu sein, nachdem ihr alles hochdramatisch um die Ohren geflogen ist (was ich absolut nicht glaube – Achtung Claudia, neuer Nackenschlag im Anflug), dafür ist es meiner Meinung nach zu spät.
    Das hätte im Laufe der zweiten Staffel passieren müssen.
    Mickey hätte es spektakulär verkacken müssen, hätte zerstört am Boden liegen müssen und dann fällt der Groschen „vielleicht sollte ja wenigtens mal VERSUCHEN ein Teamplayer zu sein“.
    Nach vier Staffeln mit Erzengel Michael brauchen sie das auch nicht aus dem Hut zu zaubern, dann bringt es nichts mehr.

    Nur so meine zwei Cent.

  5. Der neue Björn darf gerne öfter auftauchen, das war ein prima Einstand und drei Stunden sind definitiv nicht zu lang. Ruhig weiter so 🙂

    Aus Darmok werd ich manchmal nicht schlau, mal prügelt er auf Disco ein, dass er einem gewissen Untergangshähnchen Konkurrenz macht, mal ist das alles gar ncht so übel. Ist das immer der gleiche Darmok oder gibt es da einen bösen Zwillingsbruder?

    Apropo Darmok und seiner Schwäche für „Pandora“.
    Ich hab jetzt schon zwei mal gelesen wie Leute Disco mit Pandora vergleichen und in beiden Fälle schnitt Pandora besser ab – zumindest storytechnisch und schauspielerisch.
    Sollte uns das zu denken geben?

    P.S. etwas Off Topic
    wie bewertet ihr eigentlich die Zuschauerzahlen für die erste Disco Staffel im normalen Fernsehen?
    Die scheinen sich ja jetzt eingependelt zu haben.

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